Am 4.11 war ich mit EuRo im Bunker am Ulmenwall. Dort finden in regelmäßigen Abständen Public Domain Veranstaltungen statt, die vom FoeBud e.V organisiert werden.
Diese Veranstaltung hatte den Titel “Fremde Wasser, blaue Listen und dunkles Schweigen” und wurde vom Krimiautor Wolfgang Schorlau der gleichnamigen Romane bestritten. Es war nicht einfach “nur” eine Autorenlesung, sondern Herr Schorlau berichtete wie er die Romane erarbeitet und recherchiert.
“Wenn Polizei, Justiz und Politik versagt haben, muss es den Geschichtenerzählern erlaubt sein zu sagen: Es ist nur eine Geschichte, aber vielleicht war es so.”
Das war der zentrale Punkt, der mich in die Veranstaltung gelockt hat. Nach dem Vortrag und der Lesung entspann sich ein sehr intressante Diskussion.
Sein aktueller Roman “Fremde Wasser” habe ich - Urlaub sei Dank - in zwei Tagen durchgelesen. Das spricht für den Autor und das Thema.
Wolfgang Schorlau
Fremde Wasser
ISBN 346203748X
7,95EUR
Schlechter Versorgungsqualität, massiver Personalabbau und das wichtigste für die Privatisierer: höhere Preise.
Herr Schorlau sagt ausdrücklich: “In diesem Krimi ist verdammt wenig erfunden”.
Beim lesen dieses Krimis bekommt man eine Idee davon, was bei der Privatsierung von anderen Bereichen abläuft und was uns in Zukunft noch so blüht. Stichwort: Bahnprivatsierung.
Herr Schorlau ist so nett und pflegt zu dem Thema Wasserversorgung eine News- und Linkliste. Das Thema liegt ihm offensichtlich sehr am Herzen.
Fazit: Ein toller Krimi mit brisantem politischen Inhalt. Ein eindeutiger Lesetip.
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