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Von der “Unfinanzierbarkeit” der Renten

Über die “Hinweise des Tages” der NachDenkSeiten bin ich auf den Beitrag “Pensionsvorsorge: Die Mythen der “Vergreisung”” von Gunther Tichy gestoßen.

Der Herr Tichy, oder besser Herr Professor Tichy ist Wissenschaftler. Um genau zu sein ist er Professor der Volkswirtschaftlehre und -politik an der Universität Graz.
Dieser Mann scheint noch keine “Forschungsaufträge” der üblichen Verdächtigen auszuführen, weil der Inhalt eine ganz andere Aussage hat, wie die üblichen “wissenschaflichen Arbeiten” der deutschen Kollegen.

Herr Professor Tichy widerlegt in einfachen anschaulichen Sätzen, warum dieser Vorsorgehype ebend ein Hype ist, dem es an Substanz fehlt. Die Argumente für eine private Altersvorsorge sind damit in weiten Teilen widerlegt.

Erschwerend kommt hinzu, das die Damen und Herren der privaten Altersvorsorge gerne ausblenden, was mit dem Geld passiert, wenn “etwas passiert”.

Vor ein paar Tagen habe ich mir “Enron: The smartest guy in the room(Englisch)” angesehen. Diese Doku beschreibt, mit welcher kriminellen Energie das schnelle Geld gemacht wurde. Die Menschen, die zum Beispiel in die Pensionsfonds eingezahlt haben, stehen heute mit leeren Händen da. Das Geld ist mit dem Zusammenbruch gleich “mitverbrannt”.

Wahrscheinlich kommt jetzt das Argument, das könne bei uns nicht passieren…

Ich möchte in dem Zusammenhang nur nochmal auf die jüngste deutsche Bankengeschichte verweisen: IKB, SachsenLB, WestLB….

Die Kontrolleure haben auch hier versagt. Warum sollte das nicht für unsere private Altersvorsorge zutreffen? Die lieben Versicherungsunternehmen haben beim Platzen der DotCom Blase ziemlich viel Geld verbrannt. Auch die Versicherungen hier in Deutschland. Das wirkt sich dann über stark sinkende Gewinne und damit sinkenden Renditen für ihre Kunden aus. Einfach gesagt: Das Risiko der Spekulationen tragen die Versicherungskunden. Von wegen sicher….

Zudem hat die notleidende Versicherungswirtschaft dann weitere Steuererleichterungen erhalten um die entstandenen Verluste auszugleichen. Nur damit es deutlich wird: Die Spielregelen wurden nach verlorenem Spiel nochmal geändert, damit wir alle die Gier von wenige bezahlen. Mit dem ewigen Geschrei nach freier Marktwirtschaft hat das nichts zu tun. Wenn es eng wird für die Herrschaften, dann ist wiedermal die Gesellschaft gefordert. Normalerweise hätten die einfach Pleite gehen sollen. Nur dann wäre etwas offensichtlich geworden, was immer verheimlicht wird.

Ein paar Beispiele wie gut die Versicherungswirtschaft mit den Geld ihrer Kunden umgeht:

Na? Heute schon geriestert?

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